Bauen im Altmühltal – Jurahäuser

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Das Jurahaus ist seit Hunderten von Jahren der im  Altmühltal und in den es begleitenden Jurahöhen der typische und vorherrschende Haustyp.
Lokal zur Verfügung stehende Materialien und deren Eigenschaften bedingen Konstruktion und Aussehen der Gebäude:

  • Kalkbruchsteine für  die massiven Mauern, verfestigt mit Kalkzement
  • Holz für das häufig verputzte Fachwerk und den massiven Dachstuhl
  • Lehm, Stroh und Schilf für die Verfüllung der Gefache und der Fehlböden
  • Kalkplatten für das steinerne Dach

Jurahaus.jpgDie Fassade ist schnörkellos, die Fenster sind klein, oft quadratisch ; Dachüberstände sind aus statischen Gründen kurz oder fehlen ganz. Symmetrie wird angestrebt, ist aber nicht immer dominierend. Der Hauseingang liegt meist auf einer Längsseite.

Im Raum zeigen vier Modelle, dass das Jurahaus aber weit mehr ist  als nur eine einfache Behausung. Es reicht vom einfachen „Schusterhäusl“ in Obereichstätt über das Bürgerhaus  in Mörnsheim zum  Kanonikerhaus in der Pfarrgasse in Eichstätt und zum Siechhof,  einer einzigartigen ehemaligen sozialen Einrichtung am Rande der Stadt.

Sie stehen exemplarisch für die noch vorhandenen oder schon verschwundenen „Denkmäler“ einer Region.

Zusammen mit den „Schatzhäusern“ des Künstler Jochen Lebert zeigen sie  die Ästhetik dieses schützenwerten Haustyps.

Als Besucher haben sie die Möglichkeit in einer Vitrine die Materialien direkt vor Ort zu sehen und zu „begreifen“.

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