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Am südwestlichen Ende der Burgstallungen wurde spätestens um die Mitte des 16. Jahrhundert eine Wohnung eingebaut. Durch spätere Umbauten entstand dabei ein Zwischengeschoss mit vier kleinen Kammern. Eine davon wird für museumspädagogische Zwecke genutzt; eine weitere ist Wolfram von Eschenbach gewidmet, der in einer besonderen Beziehung zu Dollnstein steht: In seinem Parzival erwähnt er das närrische Faschingstreiben der Marktfrauen (“koufwip“) von „Tolenstein“ und gebraucht in diesem Zusammenhang das Wort „vasnaht“ (Fastnacht) zum ersten Mal in der deutschsprachigen Literatur.

Es schließt sich ein Leseraum an; hier findet der Besucher ergänzende Literatur zu den Themen des Altmühlzentrums und zum Ort Dollnstein.

Die verschlossene Kammer daneben entstand durch das Einziehen einer Zwischendecke und diente als Schlafkammer. Da sie sehr niedrig ist, kann sie für museale Zwecke nicht genutzt werden.

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